Von Straubing über Nürnberg nach Mosambik

01.11.2020

In der langjährigen Partnerschaft zwischen dem Anton-Bruckner-Gymnasium und der Jesuitenmission Nürnberg musste 2020 der alljährliche „Brucknerlauf“ der 8. Klassen für Pater Welkers „Kinder von Cali“ zum ersten Mal ausfallen.

Die Tätigkeiten der Mitarbeiter der Jesuitenmission lief dagegen durchaus weiter und da Corona auch vor den ärmsten Regionen der Welt keinen Halt gemacht hat, wurden die Aufgaben nicht unbedingt einfacher zu bewältigen.

Am vergangenen Mittwoch gewährte die Organisation der Religionsgruppe 9de einen kleinen Einblick in die derzeitige Situation an der Ignatius-von-Loyola-Schule (kurz: ESIL) in Chividzi im Nordwesten von Mosambik. Steffen Windschall, der im letzten Jahr selbst das Glück hatte, Pater Heribert Müller ("Padre Fernando") und die von ihm 2014 gegründete Schule zu besuchen, berichtete in einer Live-Video-Schalte von den Eindrücken seiner Reise nach Mosambik. Sogar eine kurze Videobotschaft von Pater Müller blieb nicht aus.

Schnell wurde klar, dass die Verhältnisse in ESIL nicht mit denen am Bruckner zu vergleichen sind. Die knapp 700 afrikanischen Schülerinnen und Schüler stammen alle aus einer sehr armen, bildungsfernen, bäuerlichen Umgebung. Die nächste Stadt liegt drei bis vier Stunden entfernt. Die Rate der HIV-Positiven ist enorm und so gut wie jeder kämpft gegen Malaria. Von einer echten medizinischen Versorgung kann nicht die Rede sein. Nur 10% der dortigen Bevölkerung spricht Portugiesisch, die Landessprache Mosambiks.

Um dies zu ändern und um - langfristig gesehen - den Menschen ein besseres Leben zu verschaffen, ist die Ignatius-von-Loyola-Schule ein großer Lichtblick. Das Ziel Pater Müllers ist es vor allem, die jungen Menschen nach ihrem Schulabschluss vor Ort zu halten, damit sie ihre erworbenen Fähigkeiten einbringen können, um ihrer Heimat zu einem Aufschwung zu verhelfen.Bedingt durch die Corona-Pandemie dürfen derzeit allerdings nur die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen, das heißt ab der 10. Jahrgangsstufe, ESIL besuchen - in der Hoffnung, dass sich dies baldmöglichst wieder ändern wird.

Mit einem neuen Bewusstsein für das, was wir haben, und mit großer Dankbarkeit dafür und für die technischen Möglichkeiten, auch in diesen Zeiten etwas aus anderen Teilen der Erde zu erfahren, sagen wir danke an Steffen Windschall und die Jesuitenmission Nürnberg für diese immer sehr bereichernde Kooperation, die den eigenen Blickwinkel jedes Mal ein kleines bisschen verändert und dazu motiviert, auch das eigene Leben umzugestalten.

Theresa Neudecker

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