Lebendige Antike - Lateinakademie in Rocca di Papa

23.04.2018

Libertas et conscientia (Freiheit und Gewissen) – unter diesem Motto stand die einwöchige Lateinakademie von young leaders, die Eva Fürst in den Osterferien besuchen durfte.

Vom Flughafen in Frankfurt ging es am Ostermontag los zum Ursprungsland der Sprache, die wir übersetzen und besprechen würden, nach Rom. Die rund 20 Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland und schon bei der Ankunft in Rocca di Papa, dem Ort, an dem Papst Franziskus seine Sommer verbringt, war für alle klar, dass die kommende Woche unvergesslich sein würde. Die Unterkunft, ein altes Kloster mit Ausblick auf den Vulkansee, bot die ideale Kulisse für das Programm der nächsten Tage. Dieses bestand nicht nur aus Vorträgen von internationalen Referenten, sondern auch aus angeregten Diskussionen und: Latein. Auf Grundlage von Texten aus der Summa theologiae von Thomas von Aquin setzten wir uns intensiv mit guten und schlechten Handlungen auseinander. Der Referent der ersten beiden Tage, Professor Nicanor Austriaco, gab uns zunächst eine Einführung in das Werk und in das Grundgerüst einer jeden menschlichen Handlung, mit dem wir im Anschluss daran die verschiedensten Themen besprechen und damit zusammenhängende Fragen beantworten konnten. Dabei widmeten wir uns längst nicht immer – wie man es von einer vermeintlich toten Sprache vermuten könnte – längst vergangenen Dingen. Gegenwärtige Themen wie Krieg und auch futuristische Themen wie Gentechnik und CRISPR, die immer größeren Einfluss auf die Menschheit nehmen, wurden mithilfe der Grundlagen aus der Summa theologiae angeregt besprochen und diskutiert. Ganz im Sinne des Erforschens der römischen Antike stand die Exkursion zu den Ausgrabungen der früheren Hafenstadt Ostia Antica am Donnerstag. Angesichts der uralten Gemäuer konnten wir die Kultur, die man sonst nur aus dem Schulunterricht kennt, hautnah erleben. Nach einer Einführung in „logic: language and thought“ und weiterem Übersetzen mit dem nächsten Referenten, Prof. em. Dr. Dr. h.c. Jörg Splett, führte uns der Donnerstagnachmittag ins Stadtinnere Roms. Dort besichtigten wir bei einer Führung die wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Lateinliebhaber wie das Collosseum, das Forum Romanum und den Circus Maximus. Nach einem Abendessen im Zentrum von Rom am Samstagabend verließen wir die EU für einen Moment und statteten dem Petersdom einen Besuch ab. Der Abschied am Sonntag fiel uns allen schwer und wir waren uns einig, dass wir nicht nur um Wissen über die menschlichen Handlungen und das Gewissen, sondern auch um unvergessliche Erinnerungen und viele Freundschaften bereichert worden sind.

Eva Fürst

Prädikate

MINT - freundliche Schule
Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
TheoPrax Kommunikationszentrum Straubing
Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule
Digitale Schule