Auf ins Ausland! – Gegenbesuch bei Gastschülerin aus Perú.

01.08.2018

Im Herbst letzten Jahres beschlossen meine Familie und ich eine peruanische Gastschülerin aus Arequipa, vermittelt von der Organisation djo-Deutsche Jugend in Europa, für 3 Monate bei uns aufzunehmen.

Nach dieser sehr schönen, aber manchmal auch anstrengenden Zeit, war es an der Zeit sich zu verabschieden. Ein Gegenbesuch war jedoch erst einmal nicht geplant. In den Osterferien kam meiner Schwester, die gerade ihr Studium beendete, und mir die Idee gemeinsam eine Fernreise zu machen. Dabei fiel der Vorschlag auf Peru, um die damals aufgenommene Gastschülerin Valeria zu besuchen. Da leider zwei Wochen Pfingstferien für eine Fernreise definitiv zu kurz sind, fragten wir in der Schule nach, ob es möglich wäre, einige Tage für die Reise freigestellt zu werden. Die positive Einstellung der Schule zum Schüleraustausch ermöglichte es mir, diesen Traum zu verwirklichen.

Eine Woche vor den Pfingstferien war es dann soweit, die große Reise begann. Meine Schwester und ich flogen von München über Paris nach Lima. Dort verpassten wir unseren Anschlussflug nach Arequipa.  Nach vielen Debatten am Schalter konnten noch einen Anschlussflug nach Arequipa ergattern. Nach insgesamt 24 Stunden Reisezeit kamen wir endlich in Arequipa an. Dort wurden wir sehr herzlich von unserer Gastfamilie empfangen. Wir verbrachten insgesamt eine Woche bei der Gastfamilie.

Arequipa ist eine der wichtigsten Städte in Perú. Die zwischen 3 Vulkanen gelegene Stadt aus der Kolonialzeit weist zahlreiche Gebäude aus Sillar, einem weißen Vulkangestein, auf. Deswegen wird sie auch als die „Weiße Stadt" bezeichnet. Wir besichtigten die Altstadt, den Plaza de Armas und das Kloster Santa Catalina. Dabei stand natürlich auch ein Schulbesuch mit Valeria bei der deutschen Schule „Max Uhle“ an. Die Klasse und die Lehrer empfingen uns sehr offen und freundlich.

Dann begann unsere Rundreise, um mehr von diesem schönen und sehr vielfältigen Land kennenzulernen. Wir besichtigten unter anderem den Colca Canyon, den Titicacaca See in Puno, der höchste schiffbare See der Welt, und das Heilige Tal. Sehr viel Tourismus fanden wir in Cusco, einer der schönsten Städte Perus. Dort blieben wir für knapp eine Woche. Wir bestiegen den Rainbow Mountain, ein Berg voller Farben auf knapp 5.200 Metern über dem Meeresspiegel, und trafen uns mit Einheimischen. Auch der Machu Piccu, eines der sieben Weltwundern, stand natürlich auf unserer Liste. Wir lernten sehr viel über die peruanische Lebensweise sowie die Kultur der Inkas. Am Ende unserer Reise fuhren wir mit dem Nachtbus Richtung Meer nach Paracas, in der Nähe von Ica.. In Ica kamen wir bei Bekannten von Valerias Eltern unter, die sich bereit erklärten uns bei ihnen aufzunehmen. Bei einem gemeinsamen Ausflug nach Paracas konnten wir freilebende Delfine, Seelöwen und Pinguine beobachten und typisch peruanisches Essen probieren.

Ich finde jeder sollte, wenn er die Chance hat ins Ausland zu gehen oder einen Gastschüler aufzunehmen, diese nutzen. Man kann sehr viele Erfahrungen sammeln und kehrt als teilweise anderer Mensch mit vielen neuen Eindrücken und Lebenseinstellungen zurück. Vor allem Lateinamerika ist diesbezüglich ein toller Kontinent, um ein wirklich komplett anderes Leben kennenzulernen. Eine gute Wasserversorgung oder auch eine Krankenversicherung, die nahezu alles abdeckt, sind beispielsweise nicht selbstverständlich. Unter anderem kann man natürlich auch seine Sprachkenntnisse verbessern und netten Menschen begegnen. Schlussfolgernd kann ich sagen, dass ich diese Erfahrungen definitiv nicht bereue und jedem ans Herz lege, wenn er die Möglichkeit hat, solche Erfahrungen machen zu können, diese auch nutzen sollte.

Lucia Weiß

Prädikate

MINT - freundliche Schule
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