Multimedial unterwegs in Eisenach

26.11.2018

Die young leaders GmbH veranstaltete dieses Mal in Eisenach einen Multimedia Workshop, bei dem 25 jugendliche Multiplikatoren einen einmaligen Einblick in die journalistische Arbeit erhielten. Laurin Klesse (Q11) war dabei.

Nachdem bereits am Freitag alle Teilnehmer aus ganz Deutschland angereist waren und man entweder schon bekannte Gesichter traf oder neue sozial engagierte Jugendliche kennenlernte, trat man am Samstagmorgen den Weg durch die Eisenacher Innenstadt zum Gebäude des „Wartburgradio 96,5“ an. Dort wartete bereits der Jungphilosoph Jonas Narchi, der gerade seinen Master of Arts in Philosophy zu Ende bringt, mit dem ersten Tagespunkt, seinem Vortrag „Ethik: „Gut“ und „böse“ – relativ oder absolut?“, auf die Teilnehmer des Workshops. Über drei Stunden referierte der Philosoph über die Disziplinen der Philosophie, deren Unterscheidung in Theoretische und Praktische Philosophie und die Sittenlehre. Passend zum Zeitalter der Fake-News definierte er den Begriff „Wahrheit“ und unterschied zwischen relativer und absoluter Wahrheit. Aber auch elementare Fragen, wie „Was ist der Mensch?“, wurden thematisiert. Ziel des Ganzen war es, den Teilnehmern einen Überblick über die „Werkzeuge“ der Philosophie, die nötig sind, um anschließend über ethische Fragen zu debattieren, zu ermöglichen. In den zwei folgenden Debattenrunden wurde deshalb über die brisanten Themen „Abtreibung“ und „Sterbehilfe“ diskutiert. Besonders über die Grenze zwischen Behandlung und Tötung tauschten die Jugendlichen ihre Meinung aus.

Daraufhin wandte man sich dem eigentlichen Journalismus zu, bekam eine Kurzeinführung in die Arbeit des Bürgerradios von der Journalistin Franziska Klemm und teilte demokratisch untereinander die verschiedenen Arbeitsgruppen ein. Die Gesamtaufgabe der Gruppen bestand darin einen vielfältigen Radiobeitrag zum Thema „Bundeswehr und Auslandseinsätze – Widerspruch oder logische Konsequenz?“ zu erstellen. Deswegen folgte ein Vortrag des Oberstleutnant Löffler zur geschichtlichen und aktuellen Ausgangslage für Auslandseinsätze. Hierbei stützte er sich besonders auf ein Zitat aus dem Weißbuch 2006: „Wir müssen Krisen und Konflikten rechtzeitig dort begegnen, wo sie entstehen und dadurch ihre negativen Wirkungen von Europa und unseren Bürgern möglichst weitgehend fernhalten.“ Löffler nannte konkrete Zahlen zu den im Ausland stationierten Soldaten und erläuterte die Vorgehensweise im Einsatzfall. Während des Vortrags notierten sich die Jugendlichen bereits Fragen, um diese im Anschluss entweder dem Oberstleutnant oder seinem Jugendoffizier Müller zu stellen. Bis 21.30 Uhr erstellten die Gruppen gemeinsam ihre Beiträge, die dann aufgenommen und zusammengeschnitten wurden. Nebenbei fasste eine Gruppe speziell die Arbeit der anderen Teilnehmer ins Auge und erstellte dazu mehrere Filmbeiträge. Nachdem gemeinsam das gelungene Ergebnis begutachtet bzw. angehört worden war, verabschiedeten sich die Jugendlichen von ihren Referenten und machten sich auf den Weg ins Hotel zurück.

Am Sonntagmorgen folgte abschließend ein Referat von Andreas Schermer der Ludwig Erhard Stiftung, das das Thema „Soziale Marktwirtschaft oder umsorgender Wohlfahrtsstaat – was wollen wir in Zukunft?“ behandelte. Darin thematisierte er Fragen wie „Mehr Freiheit oder mehr Gleichheit?“, „Mehr Wettbewerb oder mehr Regulierung?“ und „Mehr Innovation oder mehr Subvention?“.

Zusammengefasst verbrachten die 25 Jugendlichen ein aufregendes, interessantes und auf jeden Fall weiterbildendes Wochenende in der Stadt unterhalb der Wartburg.

Prädikate

MINT - freundliche Schule
Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
TheoPrax Kommunikationszentrum Straubing
Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule
Digitale Schule