Party mal anders

30.09.2019

Schüler der Q11 bei Präventionsveranstaltung des Klinikums St. Elisabeth

„Wer kennt folgende Situation nicht? Während der Autofahrt ertönt das Klingeln des Smartphones in der Mittelkonsole und sofort wird man verleitet einen „kurzen“ Blick auf das Handy zu werfen – doch welche dramatischen Folgen dieses Handeln mit sich bringt wird oft vernachlässigt.“ Mit diesen Worten begrüßte Oberarzt Dr. Markus Vogt den Deutschkurs 1d3 zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Rager im Klinikum St. Elisabeth, die am Präventionsprogramm P.A.R.T.Y. teilnahmen. Das Akronym P.A.R.T.Y. steht dabei für „Prevent Alcohol and Risk related Trauma in Youth“, wobei die Aufklärung über die Gefahren durch Alkohol, Drogen und Smartphone im Straßenverkehr im Vordergrund steht.

Zunächst wurden uns in einem einführenden und lehrreichen Vortrag aktuelle Unfallstatistiken aufgezeigt. Hier wurde uns vor Augen geführt, dass ein Großteil der Unfälle durch weniger Ablenkung im Straßenverkehr vermeidbar gewesen wäre. Anschließend durften wir gemeinsam mit Polizeihauptmeister Frank Heindl zwei Tests durchführen, um die Auswirkungen des Smartphones und des Alkohols im Verkehr zu illustrieren. Im ersten Test traten zwei Schülerinnen gegeneinander an, indem sie an einem Computer eine Fahrsimulation durchführten und die auf der virtuellen Straße erscheinenden Blitze zählten. Die erste Schülerin konnte sich aufmerksam auf die Straße konzentrieren, während die zweite Schülerin während der Fahrsimulation eine Nachricht auf ihrem Smartphone beantworten musste. Obwohl die zweite Schülerin fast alle Blitze erkannte, wurde uns dennoch klar, dass man sich durch die Benutzung des Handys nicht vollständig auf den Straßenverkehr konzentrieren konnte. Um die Auswirkung von Alkohol im Straßenverkehr zu verdeutlichen, mussten sich zwei Schüler in einem weiteren Versuch sogenannte „Rauschbrillen“ aufsetzten. Dass die beiden Schüler sich weder einen Tennisball zuwerfen noch einen Schlüssel vom Boden aufheben konnten, zeigte uns, wie gefährlich es ist, betrunken Auto zu fahren.

Doch was passiert nach einem Unfall mit den Verletzten? Um diese Frage zu klären, durften die Schüler in Kleingruppen aufgeteilt die verschiedenen Stationen durchlaufen – wie auch Unfallopfer nach einem Unfall. Zunächst wird der Krankenwagen zu einer Unfallstelle gerufen, weshalb wir uns auch diesen zuerst ansehen durften. Der Rettungssanitäter erklärte uns dabei, wie die Erstversorgung abläuft, welche Medikamente und medizinische Geräte sich im Krankenwagen befinden und wie wichtig der schnelle Transport zum Klinikum ist. Im Klinikum angekommen werden die Patienten meist in den Schockraum gebracht, in dem ein Team von vielen Ärzten und Krankenschwestern versucht, den Patienten schnellstmöglich zu stabilisieren, wobei sie nur die „golden hour of shock“, also nur eine Stunde nach dem Unfalleintritt Zeit haben. Dann werden die meisten Patienten auf die Intensivstation verlegt, wobei wir die Möglichkeit hatten, mit einem auf der Intensivstation liegenden Patienten, der am Vortag einen Motorradunfall hatte, zu sprechen. Der leitende Oberarzt Dr. Klaus Hoffmann klärte uns des Weiteren noch über die wichtigsten Maschinen in der Intensivstation auf. Wenn der Patient stabil ist, wird er auf die Normalstation verlegt, die wir anschließend besuchten. In der Normalstation konfrontierte uns eine Krankenschwester mit Bildern von Knochenbrüchen, Amputationen und weiteren folgenschweren Verletzungen aufgrund von Verkehrsunfällen.

Nach der Besichtigung der einzelnen Stationen waren wir zu einem gemeinsamen Mittagessen im Casino des Klinikums eingeladen. Anschließend wurden wir bereits von einem Physiotherapeuten erwartet, der uns die verschiedenen Trainingsmethoden und Rehabilitationsmaßnahmen nach schweren Unfällen vorstellte. Er ließ uns die verschiedenen Trainingsgeräte und Schienen, die die Patienten bei der Rehabilitation unterstützen, selbst ausprobieren.

Zum Abschluss durften wir einer ehemaligen Trauma-Patientin noch Fragen stellen. Sie erzählte uns ihre Geschichte und sprach über den langen Genesungsprozess. Dass sich ihr Leben in sozialer, beruflicher und gesundheitlicher Sicht um hundertachtzig Grad gewendet hat, rüttelte uns alle noch einmal wach und alarmierte uns, uns immer vorbildlich im Straßenverkehr zu verhalten und uns nicht durch Smartphone oder Alkohol zu riskantem Verhalten verleiten zu lassen. Denn nur eine unaufmerksame Sekunde kann das ganze Leben verändern!

Greta Eidenhammer und Katrin Haller, Q11

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