Frühjahrskonzerte 2019: Abwechslungsreiche Perfektion

28.03.2019

Magische und mitreißende Klänge boten die die Frühjahrskonzerte des Anton-Bruckner-Gymnasiums.

Wer kennt nicht die „Feuerzangenbowle“: Die darin thematisierte Sehnsucht, zu den Freuden des Schullebens zurückzukehren, wurde auch in den außergewöhnlichen Frühlingskonzerten des Anton-Bruckner-Gymnasiums im Rittersaal nachvollziehbar.

Mittendrin in der vielstimmigen Klangpracht zu sein, wünschte mancher sich schon bei der furiosen Eröffnung des Konzerts: Der in farbenprächtigem Rot gekleidete Unterstufenchor präsentierte eine packende „Zauberlehrling“-Version des bayerischen Komponisten Elmar Raida. Darin kommt die magische Sprachgewalt des Gedichts in potenzierter Form zum Ausdruck. Eine souverän einstudierte Choreographie der Chorleiterin Waltraud Götz-Rigaud sowie ein artistisches Tanzsolo des Besens (erdacht und ausgeführt von Carla Kim) zogen das Publikum in den Bann.

Musik von Elmar Raida kam kurze Zeit später noch einmal zu Gehör mit einem jazzigen, locker beschwingten Dialog des Damen- und Herrenensembles der Oberstufe, in dem (in durchaus anspruchsvollen Harmonien) das Vorausahnen und Eintreffen der ersten Liebe beschrieben wird: „Peng, I hob di gseng“. Hochkarätige unterhaltende Vokalmusik bot auch der Mittelstufenchor unter der souverän-zupackenden Leitung von Christian Zintl: „Skyfall“ aus der James-Bond-Musik (mit standesgemäß inszeniertem Auftritt), „You’re beautiful“ von James Blunt und „Sunny“ (Bobby Hepp) – in exzellent und schwungvoll ausgeführten Sätzen.

Als instrumentale „Kontrapunkte“ in der ersten Konzerthälfte erklangen eine „Gigue“ (aus der Cello-Suite Nr. 3 von Bach, brillant und mit charmanter Lockerheit gespielt von Heinrich Eiglsperger) und der Kopfsatz aus Mozarts Klavierquartett g-Moll. Valentin Rauscher (Klavier), Jasper Schulze (Violine), Maxi Berger (Viola) und Heinrich Eiglsperger (Violoncello) boten auf herausragendem Niveau einen bewegenden Einblick in die hochkomplexe und ausdrucksstark bis düstere Klangwelt des späten Mozart.

Antonio Vivaldi arbeitete selbst mit Nachwuchsmusikern und schuf Werke, die das Violoncello von seinen besten „Saiten“  zeigen. Mit hingebungsvoller Musikalität machte dies Maria Seethaler hörbar, die mit dem – einfühlsam dezent begleitenden - großen Streichorchester das Cellokonzert in e-Moll aufführte.

Definitiv nicht an ein Schulorchester dachte Max Bruch, als er 1868 sein Violinkonzert vollendete. Dass dieses tatsächlich am Anton-Bruckner-Gymnasium zur Aufführung kam, verdankt sich zum einen dem mit Spielfreude und Konzentration gepaarten Engagement des großen Symphonie-Orchesters, das  in allen Stimmen von hervorragenden Kräften angeführt wird. Basis ist zudem die Arrangier-Kunst von Dr. Bernhard Stoffels, der die Originalkomposition ideenreich auf die vorhandene Besetzung (die auch Nachwuchskräfte einschließt) transformierte.

Und natürlich verlangt  dieses herausragende Violinkonzert eine außergewöhnliche Solistin. Cristina Gilfrich, in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zeigte nicht nur phänomenale technische Virtuosität, lupenreine Intonation und absolute Präzision, sondern widmete sich dem musikalischen Kern des Konzertes mit seinen emotionalen Kantilenen, den kontrastreichen Klangfarben und den großen gesanglichen Bögen. Eine Sternstunde in der Konzertgeschichte des Anton-Bruckner-Gymnasiums!

Der Oberstufenchor unter der Leitung von Stefan Frank wählte diesmal ausschließlich populäre Werke aus dem 20ten Jahrhundert. Toto’s „Africa“ wurde dabei zu einem kreativen Spielfeld der Musiker, mit witzigen und ausdrucksstarken Bodypercussion-Elementen zur Darstellung der Regen- und Donnerklänge. Beinahe beruhigend, dass sie den Sturm weggelassen haben… Glänzend hier, wie auch im weiteren Programm die „erweiterte Major 7“-Truppe.

Klangberauschend formte der Chor Elton Johns Klassiker „Can you feel the love tonight“ (solistisch: Simon Schmerbeck mit feinstem Schmelz in der Kehle), ebenso wie Freddy Mercury’s „Bohemian Rhapsody“, die den virtuosen Instrumentalisten (z. B. Cedric Bauer, E-Gitarre) viel Spielraum ließ.

Die Bigband – dieses Jahr noch unter der bewährten Leitung von Norbert Ziegler – setzte mit unnachahmlichem Jazz-Feeling die glänzenden Schlusspunkte: Unter anderem in einem vom Straubinger Musiker Niklas Willén wunderschön arrangierten Satz von „Somewhere over the rainbow“ (mit berückendem Trompetensolo von Lorenz Räß) und den Casucci-Nummern „Just a gigolo“ und „I ain’t nobody“ (Vokalsolo: Simon Schmerbeck).

Wie das souveräne Moderatorenpaar Lukas und Simon Prommersberger feststellte, folgte somit ein Höhepunkt auf den anderen. So wuchs die Lust auf weitere musikalische Genüsse, etwa auf das Abiturkonzert am 10.4. am Anton-Bruckner-Gymnasium. Herzliche Einladung!

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