Ein Sommernachtstraum am Anton-Bruckner-Gymnasium

07.06.2019

Finale „Musikalische Sternstunde“ des Schuljahrs 2018/19

Zum fünften und letzten Mal in diesem Schuljahr entführten die Klänge der Sternstunde die Zuhörer am Anton-Bruckner-Gymnasium in virtuose musikalische Sphären, dieses Mal in einen Sommernachtstraum. Gewohnt souverän moderiert von Lukas Prommersberger zeigten Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 11. Jahrgangsstufe ihr Können. Lena Räß eröffnete den Abend virtuos und mit wunderbar wandelbarem Klarinettenton in Franz Danzis Allegretto aus der Sonate B-Dur. Sein berühmter Zeit- und Vornamensgenosse Franz Schubert kam unter Franziska Kerschers sensiblen wie kraftvollen Händen mit dem Impromtu As-Dur ebenso stimmungsvoll wie differenziert zu Gehör. Ein kantabler Marsch aus der Feder von Richard Hofmann für Tenorhorn, sicher und mit weichem Ton von Ludwig Eiglsperger geblasen, bildete einen schönen Kontrast. Beethovens Frühwerk Menuet G-Dur spielte Niklas Hiendl und bewies damit auf dem Steinway-Flügel, welche Qualitäten nicht nur ein junger Komponist, sondern auch sein Interpret haben kann. Somewhere over the Rainbow interpretierte Paula Remmele (Sopran) mit schöner Atemführung und klarer Stimme. Dann wieder die Klarinette mit Sophie Zankl: Sie zeigte in Christopher Nortons „Seriously Now“ schöne Intonation und Rhythmusgefühl. „Von einem anderen Planeten“ kam Katharina Cerqueira-König mit gleichnamigem Werk von Anne Terzibaschitsch, das durch medtitative Klangwogen einen Ruhepol setzte. Mit Honami – einem avantgardistischen und hoch anspruchsvollen Stück für Querflöte solo überraschten die unerhörten, sphärischen Klangwirkungen und die Souveränität der Interpretation durch Johanna Kiefl. Sarah Seifert schloss daran Chopin: Sein ruhig fließendes Prélude e-Moll gestaltete sie überzeugend mit der Chopin eigenen schwebenden Rhythmik über einer stabilen Begleitung. John W. Schaums „Benjamin Franklin“ kam durch Katharina Schwanzer zu Gehör, deren sichere Darbietung zeigte, was nach nur einem Jahr am musischen Gymnasium bereits an Grundlagen gelegt ist. „Streets of London“ gab die One-Girl-Band Celina Marschalek (Gesang und Klavier). Als echte Rockröhre mit dem Blues in der Stimme begeisterte sie vor der Pause! Den Streicherteil leiteten Agnes Frank und Franziska Kammerl mit Bachs Doppelkonzert in d-Moll ein. In der komplizierten Polyphonie zeigten sie neben technischer Reife auch Übersicht und Formgefühl. Im Schlusschor der Bauernkantate Bachs und in zwei Volksliedern bewiesen die Fünftklässlerinnen Elisabeth Brebeck und Magdalena Friedl, wie viel Freude die Violine auch am Beginn einer musikalischen Karriere macht. Die Posaunen-Band mit Franz Brebeck, Antonia Nobis, Lukas Fechter, Andreas Janker, Philipp Räß, Gereon Englberger wurden von Luisa Beyer (Gitarre) und Philipp Brunner (E-Bass) beim „Saint Louis Blues“ begleitet und sorgten in Soli wie auch als Gruppe durch ihren Swing für gute Laune. Einem königlichen Abendessen zur Ehre gereicht hätte M.-R. Delalandes „Air“, für ebendiesen Anlass komponiert und gespielt von Magdalena Jobst (Querflöte). Das einzige Stück des Abends für Saxophon, eine Etüde, spielte Leonie Ring zupackend. In eine „Schwedische Idylle“ entführte Leonie Gruber, Querflöte. Die melancholische wie ausgelassene Melodik gestaltete sie einfühlsam. Von einem anderen Stern schien schließlich der Beitrag von Heinrich Eiglsperger, Schüler der 9. Klasse und Jungstudent. Seine Interpretation des Kopfsatzes von Edvard Griegs a-Moll-Sonate war von derart überwältigender gestalterischer Kraft und technischer Perfektion, dass man sich in einem Abokonzert der Konzertfreunde wähnte. Sein Werdegang sollte gespannt beobachtet werden! Er war auch Cellist im abschließenden Klaviertrio G-Dur von Beethoven. Hier brillierten mit ihm Jasper Schulze (Violine) und Valentin Rauscher (Klavier) als exzellente Kammermusikpartner. Sie spielten voller Esprit auf hervorragendem Niveau. Chapeau!

 

von Stefan Frank

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