Hacking – wie sicher sind wir davor?

24.11.2019

Wie schnell ein Profi die Kontrolle über einen fremden Computer erlangen kann, durften die Schüler des Mentorenprogramms beim Live-Hacking-Event, organisiert vom BayernLab, im Atrium Vilshofen hautnah erfahren.

Bei dem spannenden Live-Hacking-Vortrag durften wir miterleben, wie sich ein Mitarbeiter der ALLGEIER CORE mithilfe eines Trojaners, angehängt in einer Mail, in den Computer seines Kollegen einhackte. Dies sei ein alltägliches Beispiel für Hackerangriffe, da sich Mails und ihre Anhänge sehr leicht fälschen lassen, so einer der Referenten. Anschließend erklärte er, wie man sich vor solchen Angriffen schützen könne. Beispielsweise kann an der Bezeichnung des Anhangs erkannt werden, ob es sich wirklich um eine PDF- oder um eine Excel-Datei handelt, denn nur in einer Excel-Datei kann ein Trojaner versteckt sein. Hierbei wurde uns auch die Wirksamkeit eines Virenschutzprogramm vorgestellt, das insbesondere im Anbetracht der Tatsache, dass jeden Tag rund 400 000 neue Viren in Umlauf geraten, besonders wichtig sei.

Die Viren können jedoch auch mithilfe von digitalen Speichermedien auf den eigenen Computer gelangen; besonders gefährlich sind hier gefundene USB-Sticks oder die Digitalkamera von Freunden, die bereits unbemerkt infiziert sind.

Auch mit den Eigenschaften eines sicheren Passworts konnten wir uns auseinandersetzen. Wie gefährlich unsichere Passwörter sind, zeigte uns der Referent, indem er ein willkürlich gewähltes, vierstelliges Passwort binnen acht Sekunden hackte. Ein achtstelliges Passwort hingegen benötigt bereits circa drei Tage und ein zwölfstelliges, sofern es kompliziert gestaltet ist, bereits 400 000 Jahre. Hier hatten die beiden Profis einen Tipp parat: Am besten findet man ein langes, kompliziertes Passwort durch die Anfangsbuchstaben eines Satzes.

Zuletzt präsentierte uns das Team die Risiken von fremden WLAN-Zugängen. Mithilfe eines „Pineapple-Wifi-Routers“ erlangten die Profis Zugang zu rund 25 Handys im Saal. Das eigene Handy sendet, sofern die WLAN-Funktion nicht deaktiviert ist, permanent Suchanfragen nach bekannten WLANs aus. Der Pineapple-Router gibt sich als das gesuchte WLAN aus und der Hacker erhält so Zugang zum Smartphone.

Wie unkompliziert die eigenen Geräte gehackt werden können, ist zunächst eine erschreckende Erkenntnis. Diese sensibilisierte uns jedoch auch, uns in Zukunft besser zu schützen und somit einen Hacker-Angriff zu vermeiden.

Victoria Berger, Q11

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