Netzgängertag: „Cool ist, wer nicht überall mitmacht“

07.02.2020

1. Niederbayerischer Netzgängertag am Anton-Bruckner-Gymnasium mit Vertretern mehrerer niederbayerischer Gymnasien.

Bereits seit dem vergangenen Schuljahr wird am Anton-Bruckner-Gymnasium das Projekt „Netzgänger“ durchgeführt, das sich der digitalen Bildung und Aufklärung über Gefahren der digitalen Welt verschrieben hat. Der innovative Ansatz des Projekts besteht insbesondere darin, dass ältere Schülerinnen und Schüler als sog. „Peers“ nach entsprechender Schulung ihren jüngeren Mitschülerinnen und -schülern Inhalte vermitteln und nicht - wie so häufig - eine Informationsweitergabe durch Lehrkräfte oder sonstige erwachsene Experten erfolgt.

Nachdem das Anton-Bruckner-Gymnasium im vergangenen Jahr in Regensburg am dortigen Netzgängertag teilgenommen hat, reifte bei Schulleiterin Dr. Eva Huller und Projektleiter Sebastian Schnurrenberger schnell die Überzeugung, dass der innovative und äußerst wirkungsvolle Ansatz über die Grenzen der eigenen Schule hinaus auch im niederbayerischen Raum bekannt gemacht werden sollte, so dass in enger Zusammenarbeit mit der MB-Dienststelle nun erstmals ein Niederbayerischer Netzgängertag organisiert werden konnte. Dem Ruf des Anton-Bruckner-Gymnasium sind mehr als 150 Schülerinnen und Schüler und 15 Lehrkräfte aus ganz Niederbayern gefolgt, die sich als Vertreter von insgesamt elf Gymnasien von Mainburg bis Untergriesbach am Freitag, den 31.01.2020 am Anton-Bruckner-Gymnasium in Straubing einfanden.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Ministerialbeauftragten für Niederbayern Anselm Räde klärte Holger Weber von „Webhygiene“ in seinem interaktiven Impulsvortrag an praxisnahen und aus dem Alltag bekannten Beispielen auf, wie groß der digitale Fußabdruck jedes Einzelnen ist und wie viele Informationen man unbemerkt und unwissentlich preisgibt, wenn man sich im Internet bewegt. „Cool ist, wer nicht überall mitmacht“, schärfte Holger Weber seinen jungen Zuhörerinnen und Zuhörern ein, denen die Sorglosigkeit, mit der sensibelste Daten im Netz weitergegeben werden, sowie die damit verbundenen Gefahrenpotentiale deutlich vor Augen traten.

Am Nachmittag erfolgte in vier Workshops mit den Schwerpunkten Cybermobbing („Resp@kt!“), Technik und Recht („Bist du sicher?“), soziale Netzwerke („Mein digitales Ich!“) und virtuelle Spielewelten („Verzockt?“) die Weiterbildung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zu „Peers“, die ihr Wissen nun an ihre Schulen tragen können, um ihre Mitschülerinnen und -schüler für einen sicheren Umgang mit dem Internet zu sensibilisieren. Zeitgleich tauschten sich die Lehrkräfte im Rahmen einer regionalen Lehrerfortbildung über Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Projektes aus.

Am Ende des Tages standen nach einem rundum gelungenen Projekttag auf Schüler- wie Lehrerseite vielfältige neue Einsichten und das gute Gefühl, in dem elementaren Feld der Vermittlung einer verantwortungsvollen Nutzung der Angebote der digitalen Welt gemeinsam Fortschritte erzielt zu haben.

von Christian Kuhls

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