2269 Runden für Kinder von Syrien und Cali

07.07.2017

Dr. Bernd Buchner - Historiker und Mitarbeiter bei der Jesuitenprokur in Nürnberg war nach Straubing gekommen um über die Situation im Kriegsland Syrien und Cali zu berichten.

Nach dem Vortrag ging es richtig los. Die Schüler hatten grüne T-Shirts gespendet erhalten und machten sich nach einer lockeren Aufwärmübung mit Monika Seidel an den Start und fertig für den Lauf.  Dieser erwies sich bei bewölktem Himmel wesentlich entspannter als es bei den vorhergesagten Temperaturen noch am Abend zuvor ausgesehen hatte. Trotzdem waren die vom Elternbeirat (herzlichen Dank!) bereitgestellten Wasserbecher sehr gefragt, denn der Lauf sollte von 9.30Uhr bis 11.30Uhr gehen und manche einer kam dabei gehörig ins Schwitzen. Der beste Schüler (Maximilian Ebenburgern) lief immerhin 30 Runden  (1 Runde =800m), die beste Schülerin (Anna Donlic) schaffte 27 Runden. Von den 10 teilnehmenden Lehrern wurde Stefan Mutz mit 31 Runden Sieger und gleichzeitig Gesamtschulsieger. Gratulation!! Die besten Schüler der jeweiligen Klassen wurden am Schluss mit einer Urkunde geehrt und erhalten - wenn das Gesamtergebnis feststeht noch ein Kinogeschenk!

In der früheren Drogenmetropole Cali (sog. Cali-Kartell) hatte Pater Welker im Slumgebiet Aguablanca seine "Hütte" vor über 30 Jahren aufgeschlagen und es war ihm gelungen das große Sozialprojekt "Señor de los Milagros (dt. „Der Herr der Wunder“) mit zeitweise 10000 Kindern, Schulen, Kindergärten, Ärztestation u.a. zu initiieren. Nach dem Tod von Pater Welker wollen wir natürlich wissen, wie diese Art der Entwicklungshilfe weitergeht.
Don Alfredo, wie Welker in Cali genannt wurde, wird seit seinem Tod, nahezu wie ein Heiliger verehrt, weil ihm die Menschen im Slum sehr, sehr dankbar sind. Die Lage in Kolumbien hat sich in den letzten Jahren allgemein verbessert. Der Bürgerkrieg wurde offiziell vor einer Woche beendet (Ende Juni 1027) und der Staat wird sich zunehmend seiner Aufgabe bewusst, dass er auch für die Ärmsten etwas tun muss. Im Slum gibt es nun auch staatliche Schulen, Lehrer und auch die Situation der Kranken hat sich verbessert. Insofern kann man mit Freude sagen, der Einsatz von Pater Welker und seinen Freunden in Deutschland hat sich gelohnt. Sehr positiv!!!

In den letzten 3 Jahren hat sich deshalb eine weiteres Projekt beim Bruckner-Lauf nahezu aufgedrängt: Können wir tatenlos zusehen, wenn Menschen in Kriegsgebieten in v.a. in Syrien einem gnadenlosen Bombardement ausgesetzt werden, weil sich die Großmächte nicht über die Bedeutung ihrer Einflusssphären einigen können? Mit unserem Bruckner-Lauf wollen wir auch hier Initiativen unterstützen, die v.a. Kindern auf der Flucht Halt geben können, die ihnen so etwas wie Unterkunft, Schulspeisung und Unterricht anbieten - weil ohne Bildung geht die Hoffnungslosigkeit dort weiter - und die heutigen Kinder dort sollen ja eine zukünftige Gesellschaft aufbauen können.
In diese Richtung zielen die Einrichtungen der Jesuiten, die sich zwar wegen der Gefahren für Leib und Leben aus Syrien selbst weitgehend zurückgezogen haben, aber mit muslimischen Hilfsorganisationen an der libanesischen Grenze zusammenarbeiten und o.g. Einrichtungen aufrecht zu erhalten versuchen.
Wenn wir auf diesem Gebiet mit unserem Lauf eine Unterstützung bieten können, dann haben wir viel erreicht. (K. Kobler)

 

 

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