Religionsunterricht und seine Spannungsfelder
Der evangelische Religionsunterricht am Gymnasium will folgende Spannungsfelder und wechselseitige Beziehungen im Horizont sinnhafter Deutungen für die Bildung von Schülerinnen und Schülern fruchtbar machen:
- gegenwärtige Lebenswirklichkeit und jüdisch-christliche Tradition;
- christliche Religion und die Lebenswirklichkeit anderer Religionen;
- eigener Standpunkt und Offenheit für Fremdes;
- emotionale Beteiligung und kritische Reflexion;
- Wissenschaftspropädeutik und Altersgemäßheit;
- Sachorientierung und personale Begegnung;
- Handlungsorientierung und Lernen in der Distanz;
- fachbezogene Unterrichtsorganisation und fachübergreifende Kooperation.
Der Evangelische Religionsunterricht bearbeitet dabei ein Anzahl an Themen und Inhalten, welchen Schülerinen und Schülern Orientierung und Möglichkeiten der eigenen Sinnfindung und Standortbestimmung ermöglichen.
Im Lehrplan von G8 heißt es dazu:
"Dem evangelischen Religionsunterricht entspricht ein Lehren und Lernen, das von Offenheit, Neugier, gemeinsamem Suchen und Ausprobieren und von Diskussion geprägt ist. Das setzt Gruppen und Räume voraus, in denen sich Nachdenken und Urteilen, affektives Erleben, soziales Lernen, kreative und praktische Tätigkeit entfalten können. Das Bemühen um ein ganzheitlich orientiertes und oft nicht abprüfbares „Lebenswissen“ spielt im Religionsunterricht neben den als Grundwissen ausgewiesenen kognitiven, operationalisierbaren Zielen und Inhalten eine wesentliche Rolle."



