Die Sternwarte am Anton-Bruckner-Gymnasium

Der Blick in den nächtlichen Abendhimmel berührt jeden Menschen, das schimmernde Band der Milchstraße lässt die unerreichbaren Weiten des Weltalls erahnen. Um wenigstens den nächsten dieser unbekannten Welten ein wenig näher zu kommen, blickt der Mensch mit Hilfe von Teleskopen in den Sternenhimmel. Joseph von Fraunhofer, ein gebürtiger Straubinger, hat vor fast 200 Jahren mit der Entwicklung von Glaslinsen von bis dahin unbekannter Güte neue Maßstäbe in der Himmelsbeobachtung gesetzt.

Für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler wird auch im laufenden Schuljahr ein Pluskurs Astronomie angeboten. Die Teilnehmer sind mit großem Eifer bei der Sache. Neben der Vermittlung astronomischer Grundlagen werden wieder Beobachtungsabende auf der Sternwarte angeboten, die begeisterten Zuspruch finden. Manche reizvollen Himmelsobjekte werden mit Hilfe einer CCD-Kamera oder Webcam auch im Bild festgehalten. Schüler der Oberstufe können das W-Seminar "Astrophysik" belegen und dort ihr Interesse an der Astronomie in einer Seminararbeit vertiefen.

Auf diesen Seiten findet man nähere Informationen zu unseren Aktivitäten. Die gewünschten Informationen bitte über die linke Auswahl ansteuern. Termine und Aktuelles für die Kursteilnehmer im laufenden Schuljahr findet man unter Pluskurs. Bitte beachten: Da es sich um eine Schulsternwarte handelt, sind diese Termine für die Schüler des Gymnasiums und deren interessierte Eltern reserviert.

Geschichte der Ausrüstung der Sternwarte

Eine Übersicht über die Geschichte unserer eigenen Sternwarte auf dem Dach des Anton-Bruckner-Gymnasiums.

Schuljahr 2012/13

Für die Sternwarte wurde ein Newton-Teleskop auf einer Dobson-Montierung gekauft. Das Teleskop hat eine lichtsammelnde Fläche von 49000 mm² und eine Brennweite von 1200 mm. Die visuelle Grenzgröße liegt bei 14,5 mag.

Da der Tubus des Fernrohrs noch von einer Person bewegt werden kann und das Teleskop im Baukastensystem zerlegbar ist, kann es im Auto zu entfernten Beobachtungsstandorten transportiert werden.

Schuljahr 2011/12

In diesem Jahr konnten wir unser Teleskop-System ideal für die Sonnenbeobachtung erweitern. Ein Lunt-Solar LS 80 T H-alpha ist die neueste Errungenschaft der Schulsternwarte.

Dabei handelt es sich um einen präzisen ED-Refraktor mit einer Öffnung von 80 mm und 560 mm Brennweite - völlig ohne Obstruktion. Der interne Etalon erreicht mit einem Luftdruck-Tuning-System eine Halbwertsbreite von weniger als 0,7 Angström. In das System intergriert ist ein B 1200 Blocking Filter und ein Crayford-Okularauszug.

Protuberanzen, Filamente, Spikulen, Plage und Sonneneruptionen sind nun bestens zu beobachten, genauso wie die Chromosphäre der Sonne!

Schuljahr 2010/11

Endlich ist es soweit! Nach jahrelanger Vorbereitung konnten wir in diesem Schuljahr unser neues Teleskop anschaffen:

Ein Celestron, 14-Zoll, mit f=3910 mm und D=356 mm.

Die massive Alt-Montierung der Sternwarte erlaubte es sogar, ein noch vorhandenes Teleskop zusätzlich als Sucher aufzubauen. Zusammen mit der FS-2-Steuerung ist nun ein sehr leistungsfähiges Teleskopsystem auf unserer Schulsternwarte entstanden.

Die größere Öffnung ermöglicht uns ab sofort auch in Straubing eine wesentlich besser Beobachtung lichtschwacher Objekte. Und auch bei allen bisher bereits beobachtbaren Objekten zeigt sich die bessere Qualität deutlich.

Schuljahr 2009/10

In diesem Schuljahr konnten wir die Steuerung unserer Alt-Montierung modernisieren.

Mit der FS-2 von Koch können wir nun gespeicherte Astro-Objekte aus dem Messier- und NGC-Katalog anfahren. Auch beim Aufsuchen schwacher Planeten wie Uranus und Neptun stellt die neue Steuerung eine wesentliche Erleichterung dar.

Über Winkel-Encoder wird auch ein Schwenk des Teleskops über weite Himmelsbereiche mitprotokolliert und wir haben stets die Koordinaten der aktuell beobachtbaren Himmelsposition zur Verfügung.

Die Stromversorgung wurde ebenfalls auf die Säule montiert und zur Steuerung integriert. Ein Stolpern über herumliegende Kabel kann nun nicht mehr auftreten und der Betrieb in der Sternwarte konnte so wesentlich vereinfacht werden.

Schuljahr 2008/09

Unser Okularset wurde erweitert. Wir verfügen nun über Hyperion-Okulare 8 mm, 13 mm und 21 mm, die mit 68° Blickfeld als Weitwinkelokulare bei den entsprechenden Vergrößerungen eine besonders gute Beobachtung erlauben.

Sie erlauben auch den Anschluss einer modernen Digitalkamera in Okularprojektion, sodass wir nun unsere ersten Aufnahmereihen damit ausprobieren können.

Wie spannend das Aufsuchen astronomischer Objekte sein kann, können die Teilnehmer nun selbst am Astrofernglas mit Stativ erleben. Dies erlaubt die Aufteilung der Teilnehmergruppen, da es in der Sternwarte selbst doch recht eng geworden ist.

Schuljahr 2002/03

Zwei Augen sehen mehr als ein Auge! Unter diesem Motto können wir nun alle Astroobjekte mit unserem neuen Binokular wesentlich entspannter betrachten. Ein völlig neues Erlebnis, wenn z.B. ein Kugelsternhaufen sich fast dreidimensional vor einem ausbreitet.

Schuljahr 1997/98

Der 8-Zöller wurde durch ein neues größeres Teleskop mit 11 Zoll Öffnung ersetzt.

Die Sternwarte wurde dabei auch mit passendem Zubehör für das Fernrohr ausgerüstet. Beispielhaft sei hier der Satz eudiaskopischer Okular erwähnt, die mit 7,5 mm, 15 mm und 35 mm entsprechende Vergrößerungen erlauben.

Das neue Fernrohr ist ein C11 (Firma Celestron), ein Spiegelteleskop vom Typ Schmidt-Cassegrain, das sich durch kompakte Bauweise und gute optische Eigenschaften auszeichnet.

Die bewährte Alt-Montierung ist inzwischen mit zwei robusten Motoren ausgestattet. Über beide Achsen kann mittels einer ebenfalls neuen Sinus-II-Steuerung nachgeführt und korrigiert werden, so dass auch Langzeitbelichtungen möglich sind.

Schuljahr 1996/97

Umzug auf das Dach der Schule

Auf dem Flachdach der Schule wurde eine neue Sternwarte errichtet, eine Drei-Meter-Kuppel der Fa. Baader.

Die Drei-Meter-Kuppel besteht im Wesentlichen aus Glasfaser-Polyester und gewährleistet außerordentliche Stabilität. Sowohl das Öffnen des Schiebetores als auch die Drehung der Kuppel um volle 360° lassen sich motorisch steuern.

1970

Die Anfänge

Auf dem Dach des Staatlichen Schülerheims, das dem Anton-Bruckner-Gymnasium angegliedert war, wurde eine Sternwarte (Schiebekonstruktion) errichtet. Bei dem Fernrohr handelte es sich um einen 8-Zoll-Newton auf einer schweren deutschen Montierung der Fa. Alt.  Die Sternwarte wurde in den ersten Jahren von Richard Rabl betreut. Ab Ende 1990 wurde die Sternwarte von Alfons Buchner geleitet, der sich intensiv für die Förderung der Astronomie am ABG einsetzte.

Aktivitäten

Auf den Spuren des Universums21.07.2018

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Straubinger Gymnasiasten am ESO Supernova Planetarium...»

Partielle Sonnenfinsternis am 20. März 201524.03.2015

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Beste Beobachtungsbedingungen am ABG...»

Exkursion Astronomie zum Wendelstein-Observatorium29.06.2014

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Bei schönem Wetter konnten die Teilnehmer der Exkursion in Straubing wegfahren, um in Brannenburg bei leider zunehmender Bewölkung den ersten Blick auf den Wendelstein und die dortigen Observatorien zu werfen. Mit der Zahnradbahn ging es zum Gipfel hinauf, wobei die letzten...  ...»

Vortrag von Dr. Gillessen zum Thema Exoplaneten28.01.2014

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Wieviele Planeten kennen Sie? Die spontane Antwort "neun" ist heute gleich doppelt falsch. Zum einen ist der ehemals neunte Planet Pluto seit 2006 nicht mehr als Planet klassifiziert. Zum anderen haben die Astronomen einen ganzen Zoo von Planeten um andere Sterne...  ...»

Bau eines Newton-Spiegelteleskops28.01.2014

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Das W-Seminar Astrophysik traf sich am Samstag Abend für die Beobachtung des Sternenhimmels. Da das aktuelle Wetter leider keine Beobachtung zuließ, wurde als Ersatzprogramm eine Vorbereitung für die nächste Beobachtungsgelegenheit durchgeführt. Ein Newton-Spiegelteleskop ...  ...»

Die Sternwarte

Prädikate

MINT - freundliche Schule
Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
TheoPrax Kommunikationszentrum Straubing
Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule
Digitale Schule
Europaschule
Berufswahl-Siegel
Jugend debattiert
DELF - Partnerschule
DELE Prüfungsschule
Umweltschule
Netzwerk Ganztägig bilden