Als eine von drei Ankerschulen im Programm „Digitale Schule der Zukunft“ hat das Anton-Bruckner-Gymnasium am 15. Oktober 2026 sein erstes Vernetzungstreffen in diesem Schuljahr ausgerichtet. Die Gäste kamen aus Stadt und Landkreis Landshut, den Landkreisen Kelheim, Straubing-Bogen, Deggendorf und Regen sowie aus Straubing selbst. Neu zu den Vorjahren: In diesem Jahr soll ganz konkret der Fachunterricht im Mittelpunkt.
Den Auftakt gab der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Niederbayern, Ltd. OStD Peter Brendel. Seine These: Bildung und Unterricht für eine von KI geprägte Welt haben die Bildung für eine digitale Welt bereits abgelöst. Anschließend stellte das ABG seine Rahmenbedingungen vor. Die ByCS-Lernplattform bündelt alle Materialien, analoge Hefte bleiben verbindlich, und das iPad kommt dort zum Einsatz, wo es guten Unterricht tatsächlich erweitert.
Wie das im Alltag aussieht, erlebten die Gäste am Vormittag in zwei Hospitationsrunden. Sechs Lehrkräfte öffneten ihren Unterricht, von der 6. Jahrgangsstufe bis zum W-Seminar und quer durch Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften. Wiederkehrende Themen waren KI-gestütztes Feedback im Schreibprozess, selbstständiges Üben auf der Lernplattform und die Verbindung von Experiment, Heft und digitalem Material. Am Nachmittag probierten die Teilnehmenden in Workshops selbst aus, wie sich Lernplattform und KI-Werkzeuge im eigenen Unterricht nutzen lassen. Ein abschließender Impuls zeigte, wie Fachleitungen neue Ideen schrittweise in ihre Fachschaft tragen können.
Im Austausch der Gäste zeigte sich, dass vor allem der Blick in den echten Unterricht im eigenen Fach und das praktische Ausprobieren am Nachmittag Wirkung zeigten. Viele nahmen konkrete Ideen und Materialien für ihren Unterricht mit. Deutlich wurde auch, dass sich digitale Arbeitsweisen bereits ab Jahrgangsstufe 6 sinnvoll aufbauen lassen und sich ein früher Start in der 1:1-Ausstattung lohnt.
Zugleich entstanden Ideen, wie das Netzwerk weiter wachsen kann: Angebote für unterschiedliche Erfahrungsstufen mit der Lernplattform, vertiefende Fortbildungen zum KI-gestützten Feedback und ein stärkerer Austausch von erprobten Kursen und Prompts