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Anton-Bruckner-Gymnasium

Zwischen Bankentürme, Goethe und Verlage: Die 11. Klassen in Frankfurt

Drei Tage, eine Stadt, zwei Blickwinkel: Vom 8. bis 10. Oktober 2026 erkundeten unsere 11. Klassen Frankfurt am Main als Finanzplatz und als Kulturstadt.
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Keine andere deutsche Stadt verbindet Geld und Geist so sichtbar wie Frankfurt. Hier stehen die Bankentürme nur wenige Gehminuten von Goethes Geburtshaus entfernt. Und die Buchmesse verbindet jährlich im Oktober die beiden Welten des Geldes und des Geistes.
Damit war die Stadt das passende Ziel für eine gemeinsame Fahrt unseres musischen und unseres wirtschaftswissenschaftlichen Zweigs.

Die Fahrt knüpfte unmittelbar an den Unterricht der Oberstufe an. Geld, Währung und Finanzmärkte beschäftigen die Schülerinnen und Schüler des WWG im Fach Wirtschaft und Recht, Musiktheater sowie die Literatur der Goethezeit und der Romantik gehören zum Stoff in Musik und Deutsch. In Frankfurt kam hinzu, was kein Schulbuch leisten kann: der Blick hinter die Kulissen, in den Betrieb einer Notenbank und einer Börse ebenso wie in den künstlerischen Betrieb eines großen Opernhauses.

Der Donnerstag begann mit einer Stadtführung, die von der Skyline in die Altstadt führte. In der Paulskirche, dem Tagungsort der Nationalversammlung von 1848, standen die Schülerinnen und Schüler an einem zentralen Ort der deutschen Demokratiegeschichte.

Am Freitagvormittag trennten sich die Wege. Die Musen trafen in der Oper Frankfurt auf zwei Straubinger: Generalmusikdirektor Thomas Guggeis, in der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Opernwelt“ gerade zum Dirigenten des Jahres 2026 gewählt, und die Sopranistin Magdalena Hinterdobler, die selbst am ABG ihr Abitur abgelegt hat. Beide nahmen sich Zeit für ein Gespräch und für die Fragen der Jugendlichen. Im Anschluss durfte die Gruppe eine Probe besuchen. Fotografieren war dort verständlicherweise nicht mehr erlaubt.

Die Wirtschaftler waren zur selben Zeit bei der Deutschen Bundesbank zu Gast. Ein Vortrag unter dem Titel „Karte, Smartphone, Internet und der digitale Euro“ zeigte, wie wir heute bezahlen und wie wir es künftig tun könnten. Im Geldmuseum durften sie anschließend einen echten Goldbarren anheben, Falschgeld von echten Scheinen unterscheiden und Steingeld und alte Münzen betrachten. Was eine Hyperinflation bedeutet, machte der nachgestellte 100-Billionen-Mark-Schein von 1923 anschaulich.

Am Nachmittag standen die Frankfurter Börse und das Deutsche Romantik-Museum mit dem Goethe-Haus auf dem Programm. An der Börse ließ sich der Handel hautnah erleben, nebenan am Großen Hirschgraben führte der Weg durch Gemäldegalerie, Bibliothek und Handschriften in die Welt um 1800.

Am Samstag ging es auf die Frankfurter Buchmesse. Zwischen Verlagsständen, Podiumsgesprächen und Signierstunden begegneten die Jugendlichen vielen Prominenten, unter ihnen Reinhold Messner und Mark Keller. In der „Crime World“ lockte der „Tatort“ die Krimifans an. Über einem der Stände stand ein Satz, der auch als Motto der Fahrt taugt: „Freiheit beginnt im Kopf.“

So wurde in drei Tagen greifbar, was Frankfurt ausmacht: Die Stadt ist ein Ort, an dem Finanzwelt und Kultur zusammentreffen. Auf der Buchmesse sind beide untrennbar verbunden, denn das Buch ist dort Kunstwerk und Handelsware zugleich.

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