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Anton-Bruckner-Gymnasium

Frühlingskonzert 2026: Von Zombies und Vivaldi

Thriller-Apocalypse, Jazz mit Groove, stille Kammermusik und eine rockende Abschlussnummer – das Frühjahrskonzert des ABG war ein perfekt durchmischtes Programm aus Musical-Power, U-Musik und Klassik. Mehrere Hundert Zuschauer erlebten an diesem Abend, was passiert, wenn talentierte junge Musikerinnen und Musiker mit vollster Überzeugung auf der Bühne stehen.
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Gleich zu Beginn zeigten es der Unterstufenchor und die Solistinnen und Solisten: Musical ist ihre Welt. Mit Webbers Klassikern vom „Phantom der Schule” bis zum „Go go go Joseph” entstand eine Show, die Sicherheit, Stimmglanz und szenische Energie ausstrahlte. Besonders heraus: Rino Hasegawa als Christine – eine Opernsängerin auf höchstem Niveau.

Dann folgte der Mittelstufen-Knaller. Der Chor und das Theaterensemble verwandelten den Rittersaal in einen Zombie-Club, anschließend in die Hölle selbst (Adeles „Skyfall”), und ließen schließlich „Crazy Little Thing Called Love” wie einen stimmlichen Wirbelsturm über die Zuschauer hereinbrechen. Hüte, Requisiten, volle Energie – das war Theater und Musik in Eins.

Aber das Konzert war nicht nur Pop und Spektakel. Die Kammer-Arrangements von Dr. Bernhard Stoffels zeigten eine andere Seite: Das „Flower Duet” aus Delibes’ Oper „Lakme” für vier Flöten und Streicher war so zart und durchgearbeitet wie ein Uhrwerk. Vivaldis a-Moll-Konzert in der Version der ABG Symphonics beeindruckte mit Solistinnen wie Magdalena Alt und Judith Hiendl. Und die Coldplay-Bearbeitung von „Viva la Vida” zeigte, dass auch modernes Pop-Material im Orchester funktioniert.

Bemerkenswert war auch die Jazz-Schiene: Die ABG Big Band unter Möpl Jungmayer präsentierte neuen Groove und echte solistischen Glanz – von „Tenor Madness” bis zu Jungmayers eigener Komposition „Heinrich der Lange”. Der Mann spielte sogar Blockflöte. Das ist Professionalität.

Der Oberstufenchor unter Stefan Frank und Benjamin Schmitz lieferte die leiseren, aber nicht weniger eindringlichen Momente: „Earth Song” von Frank Ticheli mit seinen aufmunternden Worten „Music and singing shall be my light” traf genau. „I Remember” von Sarah Quartel klang wie eine Reflexion, „For the Beauty of the World” von John Rutter war erhebend.

Und zum Ausklang: FourU, die Rausschmeißer-Band, mit Johannes Fechter am Klavier und an der Stimme. „Use Somebody” von Kings of Leon – perfekter Abschluss.

Besonders hervorzuheben: Benjamin Schmitz war gleichzeitig Hornist und Dirigent im Einsatz. Magdalena Alt moderierte das Programm und spielte Violine im Concerto grosso. Hanna Helminger, Lia Gilfrich und Sophie Zankl traten mehrfach in verschiedenen Besetzungen auf – als Solistinnen, in der Kammermusik und im Orchester. Das ist das Rückgrat des Abends: Junge Musikerinnen und Musiker, die Verantwortung übernehmen und die ganze Show tragen.

Was auch aufgefallen ist: Die Dirigentinnen und Dirigenten (Waltraud Götz-Rigaud, Christian und Theresa Zintl, Dr. Stoffels, Benjamin Schmitz, Stefan Frank, Möpl Jungmayer) haben jede Gruppe zu einer geschlossenen Einheit geformt. Das sieht man am Klang.

Ein Frühjahrskonzert, das zeigte: Musik am ABG ist kein Neben-Hobby. Es ist eine große Sache. Und die nächsten Konzerte – Abiturkonzert, May the Fourth Rockbands, Sommer-Sternstunde – versprechen genauso viel.

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