Unter dem Titel „It’s getting hot in here! Klimapolitik in der EU” simulierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Arbeit des Europäischen Rates und setzten sich dabei intensiv mit realen klimapolitischen Entscheidungsprozessen auseinander.
Ablauf und Methode
Nach einer einführenden Präsentation wurden die Schülerinnen und Schüler in Ländergruppen eingeteilt und übernahmen die Rolle von Delegierten verschiedener EU-Mitgliedstaaten – darunter Kroatien, Rumänien, Frankreich, Deutschland und weitere. Ausgestattet mit Tablets arbeiteten sie sich in die Positionen und Interessen ihrer jeweiligen Länder ein, bevor die eigentliche Ratssitzung begann.
Die Ratssitzung folgte einem strukturierten Ablauf: Besprechung vorliegender Entscheidungsvorlagen, Vorträge der Eröffnungsstatements, Diskussion der Anträge, Abstimmungen sowie die abschließende Unterzeichnung der Abkommentexte. Zwischen den formellen Sitzungsphasen nutzten die Teilnehmenden informelle Verhandlungsrunden, um Positionen abzustimmen und Koalitionen zu bilden.
Lernziele und Bildungswert
Das Format vermittelt auf erfahrungsbasierte Weise, wie komplexe europäische Entscheidungsprozesse funktionieren – inklusive der Interessenkonflikte zwischen Mitgliedstaaten, der Notwendigkeit von Kompromissen und der institutionellen Abläufe des EU-Rats. Der Einsatz einer digitalen Plattform ermöglichte es den Teilnehmenden, rollenspezifische Informationen strukturiert abzurufen und Positionen schriftlich auszuarbeiten.
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass Klimapolitik auf europäischer Ebene kein technisches, sondern zugleich ein zutiefst politisches Thema ist – geprägt von unterschiedlichen wirtschaftlichen Ausgangssituationen, nationalen Interessen und dem Ringen um gemeinsame Lösungen.