Vor zwei Jahren haben Schülerinnen und Schüler unserer Schule den nahegelegenen Allachbach mit heimischen (autochthonen) Pflanzen renaturiert. Inzwischen ist die Bepflanzung angewachsen – ein guter Zeitpunkt, um zu untersuchen, wie sich die Maßnahme auf die Gewässerqualität ausgewirkt hat.
An einem Vormittag verglichen die Klassen in Kleingruppen zwei Abschnitte des Bachs: einen renaturierten und einen naturfernen. Chemisch wurden unter anderem Ammonium-, Nitrat- und Phosphatgehalt bestimmt. Biologisch erfassten die Schülerinnen und Schüler die vorkommenden Tier- und Pflanzenarten, darunter aussagekräftige Bioindikatoren wie Eintagsfliegenlarven und Flohkrebse, die Rückschlüsse auf die Wasserqualität erlauben. Ergänzend wurde mikroskopiert und ein Fisch seziert.
Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Der renaturierte Abschnitt wies eine deutlich höhere Artenvielfalt und ausgewogenere chemische Werte auf als der naturferne Bereich. Damit wurde für die Schülerinnen und Schüler unmittelbar erfahrbar, welchen Unterschied eine Renaturierung für einen Lebensraum macht.