Pünktlich zum 200. Todestag des berühmten Straubinger Physikers und Optikers Joseph von Fraunhofer (7. Juni 1826) machten sich die 8. Klassen in der letzten Schulwoche auf Spurensuche. Den Auftakt bildete ein Experimentiertag im Physiksaal: Mit Prismen, Linsen und Lichtquellen näherten sich die Schülerinnen und Schüler den Grundlagen der Optik – jenem Forschungsfeld, das Fraunhofer mit seinen Arbeiten zur Lichtbrechung und den nach ihm benannten Fraunhoferlinien im Sonnenspektrum entscheidend geprägt hat.
Anschließend führte die Exkursion zum Straubinger Salzstadel und weiter ins Gäubodenmuseum. Beide Häuser widmen dem großen Sohn der Stadt in diesem Jubiläumsjahr eigene Ausstellungen. Im Salzstadel zeigt die Schau „Joseph von Fraunhofer im Urteil von Zeitgenossen und Nachwelt” anhand von rund 30 Exponaten aus dem Stadtarchiv Straubing, dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv und dem Deutschen Museum München, wie die Stadt ihren berühmten Optiker über mehr als 80 Jahre hinweg gewürdigt hat.
Durch die Verbindung von Experiment und Exkursion wurde greifbar, wie eng Physik und Stadtgeschichte in Straubing miteinander verwoben sind – und warum Fraunhofers Entdeckungen bis heute in Wissenschaft und Technik nachwirken.