Im Rahmen des P-Seminars „Experimentieren mit Grundschülern” öffnete sich unser Chemiesaal und das Schulgelände für zwei Tage im Juli für eine Klasse der Grundschule St. Josef zum Experimentieren. Vorausgegangen war eine monatelange Vorbereitung des Seminars, u.a. auch eine Exkursion an die Ludwig-Maximilians-Universität München, bei der die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer ihre Experimente fachlich vertiefen und für die jüngere Zielgruppe aufbereiten konnten.
An mehreren Stationen durften die Grundschulkinder – ausgestattet mit Schutzbrille und sichtlich neugierig – selbst Hand anlegen. Besonders gefragt war die sogenannte Oobleck-Station: Aus Speisestärke und Wasser stellten die Kinder eine nicht-newton’sche Flüssigkeit her, die sich je nach Druck einmal fest und einmal flüssig verhält, und dokumentierten ihre Beobachtungen auf eigens vorbereiteten Arbeitsblättern. An einer zweiten Station wurde auf der Kochplatte eine Flüssigkeit erhitzt, deren entstehendes Gas über einen Schlauch einen großen Beutel prall aufblies – ein eindrucksvoller Einblick in die Ausdehnung von Gasen, quittiert mit lautem Staunen und aufgeregtem Zeigen. Ergänzt wurde das Programm durch weitere Stationen rund um Dichte und Farbe, bei denen Öl, Wasser und Lebensmittelfarbe zu verblüffenden Effekten kombiniert wurden – jeweils mit bebilderten Anleitungen und QR-Codes, damit die Kinder auch eigenständig experimentieren konnten.
Betreut wurden die Stationen von den P-Seminar-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern, die den Grundschulkindern geduldig zur Seite standen, Fragen beantworteten und die Begeisterung für Naturphänomene weitergaben. Die Rückmeldungen fielen auf beiden Seiten durchweg positiv aus: Für die Grundschüler war es ein Tag voller Aha-Momente, für das P-Seminar eine wertvolle Erfahrung in Wissenschaftskommunikation und Vermittlung.