Facettenreiches Programm von Unter- bis Oberstufe
Den Auftakt machte das Blechbläserensemble unter der Leitung von Sigi Hirtreiter mit Mendelssohns festlicher Fanfare „Hark! The Herald Angels sing!”. Der Unterstufenchor (Ltg.: Waltraud Götz-Rigaud) überzeugte anschließend mit klarer Artikulation und melodischem Charme bei Weihnachtsliedern aus verschiedenen europäischen Ländern, darunter das irische „Kauft meinen jungen Efeu”, begleitet von einem stark aufspielenden Instrumental-Ensemble.
Unter der engagierten Leitung von Christian Zintl interpretierte der Mittelstufenchor Händels „Joy to the world” sowie John Lennons pazifistische Hymne „Happy X-Mas (War is over)” mit eindrucksvoller Klangwirkung. Der Oberstufenchor (Ltg.: Stefan Frank und Benjamin Schmitz) beeindruckte mit der achtstimmigen Mendelssohn-Motette „Herr Gott, du bist unsere Zuflucht”, John Rutters „Best Time of the Year” und Biebls anspruchsvoller Motette „Angelus Domini”, in der mehrere Solisten ihr Können unter Beweis stellten.
Orchester und herausragende Solisten
Zu den musikalischen Höhepunkten zählte der von Dr. Stoffels kunstvolle arrangierte „Marsch der Könige” von Georges Bizet, den das Sinfonieorchester mit großer Spielfreude darbot. In diesem reizvollen Werk liefern sich ein majestätisches Hauptthema und ein lebhafter südfranzösischer Farandole-Rhythmus einen musikalischen Dialog, bis sie sich am Ende vereinigen.
Besonders talentierte Solisten bereicherten das Programm: Benjamin Schmitz erzeugte als Sänger in Hugo Wolfs eindringlichem Kunstlied „Auf ein altes Bild” Gänsehaut-Momente und überzeugte auch als Hornsolist in der Romanze von Saint-Saëns. Leon Schultze meisterte gemeinsam mit Sigi Hirtreiter den anspruchsvollen Solopart in Vivaldis „Concerto in C” für zwei Piccolotrompeten und Streicher. Kristina Fischer gestaltete einfühlsam einen Satz aus Mozarts Flötenkonzert in D, während Konzertmeisterin Hanna Helminger in einem virtuosen Konzertsatz des frankobelgischen Komponisten Charles de Bériot brillierte – passend zum Titelblatt des Programmhefts, das eine festlich erleuchtete Violine zeigte.
Fazit
Die drei Aufführungen stellten einmal mehr die Reichhaltigkeit und Qualität des musischen Lebens am Anton-Bruckner-Gymnasium unter Beweis. Nach diesem intensiven musikalischen Programm und viel Energieaufwand haben sich alle Beteiligten die wohlverdienten Weihnachtsferien redlich verdient!
Hinweis: Ein medizinischer Zwischenfall gegen Ende einer Vorstellung konnte dank der professionellen und schnellen Reaktion anwesender Mediziner und des Rettungsdienstes erfolgreich bewältigt werden.