Musik

Musikalische Herbst-Früchte – erste „Sternstunde“ am ABG

Eine Sternstunde der Vielseitigkeit – so könnte man den ersten Vorspielabend am Anton-Bruckner-Gymnasium nennen. Neben dem hohen Niveau war auch die die große stilistische Bandbreite besonders erfreulich, die von den großen Klassikern über die Volksmusik bis zu Film- und Popmusik reichte.
Zu Beginn überzeugte das Streichquintett mit schönem Ton und flexiblem Zusammenspiel in Mozarts „Divertimento in C“. Passend zu Halloween erzeugte Franziska Knott auf der Violine in „Scary Story“ Spannung auf der Geige, bevor Zacharias Räß sehr souverän und mit viel Swing eine „Jazz-Etüde“ auf der Trompete blies.
Der neue Gitarrenlehrer am ABG, Aliosha De Santis, zeigte zusammen mit den Schülern Leon Janka („Die kleine Gärtnerin“), Philipp Leitold (Walzer) und Luis Sika (Afrikanisches Lied), wie feinsinnig sich auf diesem Zupfinstrumente musizieren lässt. Ebenso ansprechend für das Publikum: das Akkordeon, wie Johannes Heitzer zusammen mit seinem Lehrer Andreas Sobczyk im „Bairischen Ländler“ unter Beweis stellte.
Kraftvoll zupackend im Ton präsentierte sich dann das Saxophonquartett unter Hr. Schöfer u. a. mit dem berühmten „Hedwig’s Theme“ aus der Musik zu „Harry Potter“. Romantische Liedkunst bildete dazu einen schönen Gegenpol – mit dem engelsgleich und blitzsauber dargebotenen Duett “Die Gefangene” von Dvorak (Daniela Isaila und Magdalena Alt) und mit Benjamin Schmitz, der ausdrucksstark und kostümiert “Das Wandern” von Franz Schubert im wahrsten Wortsinn verkörperte, begleitet von seiner Lehrerin Fr. Götz-Rigaud.
Von den Interpreten zum glänzenden Feinschliff gebrachte Perlen aus Klassik und Barock folgten: Das Duo von F. A. Kummer für 2 Celli (sehr sauber: Kaya Heil, mit ihrem Lehrer Martin Weikert), der für Klavier bearbeitete Kanon von Pachelbel (sehr musikalisch: Lucas Maier) und das berühmte C-Dur-Präludium von Bach (sehr souverän: Philipp Kroul).
Als Höhepunkt des Abends kann das Prélude aus der 1. Suite für Cello allein von J. S. Bach bezeichnet werden, bei dem sich Teresa Scheungrab durch erstaunliche Fertigkeit und Reife auszeichnete.
Zwei besondere “Schmankerl” bildeten den gelungenen Abschluss des Abends: Der “Landjäger-Marsch”, gespielt vom vielköpfigen und stark besetzten Blechbläserensemble unter Sigi Hirtreiter, und “Jerk it out” von der schwedischen Gruppe The Caesars. Die Klassenband der 7a hat den Song selbst einstudiert (stellvertretend sei Initiator und Trompeter Kilian Gross genannt) – Chapeau! Mit Hinweisen auf weitere musikalische Genüsse in der Adventszeit wurde die Hörerschaft verabschiedet – solch ein bunter Korb musikalischer Früchte macht Freude!