Geschichte

Der Geschichte der Heimat auf der Spur

Auszeichnung für ABG-Schüler Maximilian Ebenbeck beim Schülerlandeswettbewerb ‚Erinnerungszeichen‘

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“ Im Sinne dieses bekannten, dem Begründer der deutschen Sozialdemokratie August Bebel zugeschriebenen Zitats schreibt das bayerische Kultusministerium bereits seit knapp 15 Jahren in jedem Schuljahr den Schülerlandeswettbewerb ‚Erinnerungszeichen‘ aus. Anhand von wechselnden Rahmenthemen sollen junge Menschen motiviert werden, die Geschichte und Kultur ihrer Heimat näher zu erforschen und dabei in Erfahrung zu bringen, wie Menschen in ihrer Heimatregion in vergangenen Zeiten gelebt, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert, vor welche Herausforderungen sie gestellt, was sie geleistet, aber auch welche Fehler sie begangen haben und wie sehr all dies das Leben in der Gegenwart immer noch prägt und beeinflusst.

Ein Schüler, der diesem Aufruf im Schuljahr 2020/21 nachgekommen ist, ist Maximilian Ebenbeck, der die 10. Jahrgangsstufe am Anton-Bruckner-Gymnasium besucht. Den diesjährigen thematischen Rahmen des Wettbewerbs bildete einer der markantesten Einschnitte in der deutschen Geschichte: das Ende des 2. Weltkriegs im Jahr 1945, das aus bayerischer Perspektive betrachtet werden sollte. Die Monate vor und nach dem 8. Mai 1945 stellen den Betrachtungszeitraum für Maximilian Ebenbecks Forschungsprojekt dar, aus dem am Ende eine mehr als 100 Seiten starke Quellensammlung unter dem Titel „Kriegs- und Nachkriegsgeschichten aus der Verwaltungsgemeinschaft Mitterfels im Jahr 1945“ hervorgehen sollte. In aufwändiger Recherchearbeit befragte der ABG-Schüler Zeitzeugen aus dem Umfeld der eigenen Familie und darüber hinaus, knüpfte Kontakt zum ‚Arbeitskreis Heimatgeschichte Mitterfels’ und recherchierte in den von diesem herausgegebenen Mitterfelser Magazinen. Das Ergebnis ist ein historisch äußerst erhellender Quellenband, der anhand von authentischem Text- und Bildmaterial ein umfassendes und differenziertes Bild der letzten Kriegs- und ersten Nachkriegsmonate im Raum Mitterfels zeichnet.

Dies würdigte auch die Wettbewerbsjury, die Maximilian Ebenbeck für sein äußerst gelungenes Forschungsprojekt und sein damit verbundenes großes Engagement mit einem Anerkennungspreis auszeichnete, mit dem auch ein Preisgeld verbunden war.

 

von Christian Kuhls

 

Preisträger Maximilian Ebenbeck (Mitte) zusammen mit Schulleiterin Dr. Eva Huller und der das Projekt betreuenden Lehrkraft Christian Kuhls